Ayurveda – Wissen vom Leben

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Ayurveda – Wissen vom Leben
Ayurveda als Wissensbasis für eine Krankheitsprophylaxe hat eine 5.000 Jahre alte Tradition und stammt aus Indien. Die Harmonie und das Gleichgewicht im Körper aufrechtzuerhalten ist eine der wichtigsten Heilungsprinzipien. Aus diesem Grund ist die ayurvedische Medizin als präventiv und proaktiv zu verstehen. Diesbezüglich steht sie in einem klaren Widerspruch zur westlichen Medizin, die praktisch ausschließlich reaktiv eingesetzt wird. Der Unterschied besteht hier im Wesentlichen darin, dass unser Körper alle Voraussetzungen für eine Früherkennung, eine zielgerichtete Diagnose und einen Heilungsprozess in sich selbst trägt. Häufig geht es hier um die frühe Erkennung von systematischen Ungleichgewichten in unserem Körper (und Geist). Bei einer proaktiven Einleitung zeitgerechter Maßnahmen erübrigt sich hier vielfach der Weg zum Arzt.Genau dieses Prinzip wird in Indien verfolgt:  Ein Arzt bekommt seinen Unterhaltsbeitrag jeden Monat nur dann, wenn jeder in der Familie gesund und fit ist. Sollte jemand krank werden, wird seine Apanage (Entgelt) von der betroffenen Familie zurückgehalten. Ein ayurvedischer Arzt kann daher weder einen wirtschaftlichen noch einen moralischen Vorteil daraus ziehen, wenn jemand krank wird.

Ein ayurvedischer Arzt kümmert sich um seine Patienten im Normalfall monatlich, zumindest aber quartalsweise um im Rahmen seiner Besuche eine Versorgung mit präventiven Ratschlägen und Kräutern sicherzustellen. Der wesentliche Unterschied zur westlichen Heilungspraxis  ist, dass Ayurveda die Herstellung des inneren Gleichgewichtes im Körper der individuellen Lebenssituation anpasst und zu diesem Zweck die eigene Selbstheilungskraft des Organismus aktiviert bzw. unterstützt. Unsere westlichen Methoden brauchen immer neue Forschungen, Entwicklungen und Heilungsprozesse, die sich jedoch immer an einer durchschnittlichen Testgruppe orientieren (müssen), während die individuellen Risiko- und Heilungschancen bei der Herstellung von medizinischen Massenprodukten zwangsläufig unterrepäsentiert bleiben müssen. Zudem zeigt die Entwicklung, vielfach, dass medizinische Produkte, die vor 10 Jahren als „state-of-the-art“ gepriesen wurden, heute keine Gültigkeit mehr besitzen. Der indische Botschafter in Österreich hat einmal auf die Frage „was Ayurveda sei“ geantwortet, dass wir alle unsere individuellen Ärzte kennen, die die Medikation, auf welche sie vor 20 Jahren geschworen hätten, heute wohl nicht mehr empfehlen würden. Ayurveda braucht keine neue Erfindungen, weil das physische Empfinden, das Reagieren unseres Körpers auf Umweltveränderungen und die Signale unserer körpereigenen „Boten“ weitestgehend bestimmbar sind. Die Analyse des körpereigenen Dissonanzverhaltens erlaubt letztlich die individuelle Therapiefestlegung und lässt daher – anstatt einer Symptombekämpfung – eine „Wurzelbehandlung“ an der „offenen Wunde“ zu. Die nachhaltige Herstellung einer inneren Harmonie von Körper, Geist und Seele erlaubte Ayurveda eine bereits seit 5.000 Jahren andauernde „Erfolgsgeschichte“. Es braucht also keines „Start-ups“, das sich erst am Markt bewähren muss. Ayurveda schreibt seine eigene (Gesundheits-)Geschichte mit Millionen geheilten Menschen, die in dieser Krankheitsprophylaxe wieder zu sich selbst fanden.

Davon handelt sich das Ayurveda, das Wissen vom Leben.

Ayurveda 1.0

Die Basis: Lektion 1 – 4

Lektion 1:

Der Ursprung

Die ersten ayurvedischen Ursprünge gehen bis ins 3. Jahrtausend vor Christus zurück. Die Schriften der Veden, die den Begriff „Ayurveda“ aus den Wörtern „Veda“ (= Wissen) und „Ayur“ (= Leben) zu einer „Wissenschaft vom Leben“ entwickelten, basieren wiederum auf – ursprünglich nur mündlich überlieferte – Sammlungen von religiösen Texten aus dem Hinduismus. In diesen verschriftlichten Sammlungen versteht sich Ayurveda als traditionelle indische Heilkunst der Arien (Sanskrit-Wortfür „ Adelige“), die physische, psychologische und spirituelle Therapien in sich vereinen. Aufgrund seines langen und dauerhaften Bestandes kann die ayurvedische Medizin auf einen breiten Erfahrungsschatz zurückgreifen und wurde gleichzeitig im Laufe der Jahrtausende kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Laufend gibt es neue Entwicklungen und Erkenntnisse, die den Behandlungserfolg wissenschaftlich belegen. Dabei bilden die Ernährungslehre, Reinigungstechniken und Ayurveda-Massagen, Yogapraxis und Pflanzenheilkunde die zentralen Elemente des Ayurveda.

Lektion 2:

Das Dosha-System

Die drei kausalen Lebensprinzipien werden durch drei Lebensenergien – sog. „Doshas“ (Sanskrit-Wort für „Fehler(potential)“) – bestimmt, die in jedem Organismus vorkommen. In einem gesunden Organismus sollten sich diese Energien in einem harmonischen Gleichgewicht befinden, da sie sonst Systemfehler begünstigen. Gewöhnlich wird jedes Individuum durch ein oder zwei vorherrschende „Doshas“ bestimmt, seltener sind alle drei gleich stark ausgeprägt. Daher wird zunächst mit jedem Interessierten ein „Dosha-Test“ durchgeführt und wir stellen als Ausgangsbasis für die weiteren „Balancetechniken“ das aktuelle Verhältnis der Doshas (inklusive der angeborenen) zueinander fest. Wir konzentrieren uns auch auf die Tatsache, dass diese drei Doshas als Funktionen in jeder Schwingung unseres Körpers dauerhaft bestehen und unsere alltägliche Tätigkeiten und Situationen auf die Struktur Doshas bestimmen. Das innere Spannungsverhältnis bzw. die Herstellung eines Gleichgewichtes ist dann Gegenstand einer ersten Bestandsanalyse.

Lektion 3:

Ayurveda und unsere Lebenszyklen

Ayurveda als Lebensweisheit bestimmt sich nicht nur in einer Momentaufnahme (hier: einer Analyse, wie unter Lektion 2 dargestellt), sondern es hält für jeden Abschnitt unseres individuellen Lebensentwurfes Handlungsleitfäden bereit. Diese bilden entlang der verschiedenen Lebenszyklen von der Geburt bis zum Tod einen Erfahrungsstrang, der mit den Interessierten besprochen und in individualisierte Vorschläge übersetzt werden soll, wobei sich diesbezügliche ayurvedische Empfehlungen auch an die Jahreszeiten anpassen.

Lektion 4:

Der ayurvedische Ernährungsansatz

Wir nehmen die ayurvedische Ernährungslehre unter die Lupe und besprechen die Idee des Ayurveda über das Essen und seine Aromen und beantworten die Frage, ob und wie wir unseren Körperstruktur am effektivsten beeinflussen könnten. Der wichtigste Teil des ayurvedischen Gesundheitsansatzes ist die richtige Mahlzeit, denn im Ayurveda glauben wir, wir essen, um zu leben!

Advanced Ayurveda: Lektion 1 – 4

Lektion 1:

Das 3-Säulen-Modell der „vollkommenen Gesundheit“

Jungbrunnen Ayurveda für jeden Tag – Die drei Säulen der vollkommenen Gesundheit:

  • Die richtige, jedoch spezielle Ernährungsweise, vielfältige Kräuteranwendungen,
  • wohltuende Massagen, Bäder, Aromatherapie und
  • Yoga und Meditation.

Trotz der Vielfalt und Fülle von Therapien und Anwendungsmöglichkeiten bleibt Ayurveda immer „einfach“. Wir halten uns dabei an die Grundregel, von Dr. David Frawley (ein zeitgenössischer amerikanischer Ayurveda-Experte), der diese Grundregel wie folgt zuspitzt: „Was immer wir selbst tun können, um unsere eigene Gesundheit zu stärken, wirkt besser als das, was andere für uns tun.“

Lektion 2:

Entgiftungstechniken & Fastenvariationen

Zur Vorbeugung von Krankheiten und die Stärkung unserer Selbstheilungskräfte vertiefen wir unsere Kenntnisse über die ayurvedische Behandlungsmethoden, verschiedene Entgiftungsverfahren und Fastenvariationen. Die Teilnehmer/innen können diese Techniken ohne großen Aufwand selbst anwenden.

  1. bis 4. Lektion:

Ayurvedas Hausapotheke

Hier geht es im Wesentlichen um sog. „Rasajana-Therapien“: Heilkräuterlehre und die Kombination von Gewürzen und Kräutern werden hier individuell auf die Befindlichkeiten des jeweiligen Propanden abgestimmt, damit der Körper eine höhere Aufnahmeleistung gewährleisten kann. Wir besprechen die 6 Entstehungsphasen einer Krankheit in unserem Organismus und geben Tipps zur Selbstbehandlung von über 60 Krankheiten und Beschwerden. Die Handlungsanleitungen zur Selbstbehandlung leiten schließlich zu einer Einführung in das „Hatha Yoga“ über, einen der „Grundbausteine“ für dasAyurveda-Prophylaxesystem. Letztlich geht es hier (auch) um das aktuelle Dilemma qualitativ schlechter Ernährung im Hinblick auf erforderliche Gegenmaßnahmen (was ist zu tun & was tut uns gut?)

Zusammengefasste Lernziele:

  • Erkennen von Dosha-Typen und Erwerb von Grundkenntnissen über die verschiedene Dosha-Typen
  • Die Bedeutung und der Prinzipien der Vorsorge (typische Verlaufsphasen und Entstehung einer Krankheit)
  • Hauptmerkmale von kreativen Attributen unserer Speisen.
  • Körperdisharmonien und deren Bekämpfung/Veränderung.
  • Entwicklung einer 3-Wege-Saisonalkur mit Hinweisen zu einer vegetarischen Küche.
  • Krankheitsprophylaxe und Erkennen von physischen Funktionsstörungen.
  • Praktische Ayurveda-Techniken mithilfe individualisierter Kräutermischungen, Gewürzen, Heilmittelempfehlungen & Rezeptvorschlägen.

Nach Feststellung der Teilnehmeranzahl erfolgt die Terminfestlegung. 😉

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